Montag, 22. Juli 2013

Scherenlampe von Midgard | Tresor aus der Vorkriegszeit | Industriehocker aus Gusseisen

Bei der Scherenlampe von Midgard handelt es sich um eine sehr frühe Variante aus den 20er/30er Jahren. Der paraboloide Aluminiumreflektor (ohne Randwulst) ermöglicht ein nahezu blendfreies Arbeiten. Die geniale Scherenarmkonstruktion erlaubt eine flexible Einstellung der Lampe in sämtliche Richtungen. Die Scherenhöhe beträgt 40cm und die maximale Ausladung 140cm. Sie ist am Scherenarm und am Schirmgelenk mit D.R.G.M  D.R.P. Auslandspat. und dem Midgard Firmensignet gemarkt.


Der ca. 250 kg schwere Panzerschrank aus der ehemaligen Tresorfabrik F.E.Baum in Chemnitz stammt aus der Vorkriegszeit. Bevor er von uns überarbeitet wurde, stand er in einer Chemnitzer Kugellagerfabrik. Die beiden Einlegeböden im Inneren sind variabel einsetzbar. Sein antikes Schließsystem wurde fachmännisch restauriert und ist voll funktionsfähig.
Wir haben die abhandengekommenen Schlüssel ersetzt, wobei der eine historische Schlüsselrohling aus der 1846 in Leipzig gegründeten Tresorbaufirma Carl Kästner stammt.

Die Tresorfabrik F.E.Baum aus Chemnitz gehört zu den ältesten Tresorbaufirmen Deutschlands. Sie gründete sich 1858 im Zeitalter der industriellen Revolution. Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung und dem zunehmenden Bedarf an Finanzdienstleistungen, entstanden etliche Sparkassen und Banken. Die Nachfrage nach Geldschränken und Tresoren zur Sicherung des geschaffenen Vermögens nahm zu.


Auch der Nähmaschinenhocker aus Gusseisen ist ein schönes Stück Industriegeschichte. Die massiven gusseisernen Hocker fanden in Textilfabriken um 1900 Verwendung. Im Gegensatz zu der material- und kostensparenden Variante von Rowac, waren die Arbeitshocker aus Eisenguss höhenverstellbar und konnten zur Stabilisierung am Boden verschraubt werden.