Dienstag, 18. Juni 2013

ARRI – Licht fürs Zelluloid

Was haben die bekannten Filme Spiel mir das Lied vom TodApocalypse NowClockwork OrangeDas Boot und Schindlers Liste gemeinsam? – Sie alle wurden, wie auch viele weitere cineastische Meisterwerke, mit einer ARRI-Filmkamera gedreht.

Der Firmenname ARRI setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Firmengründer Arnold und Richter zusammen. Die beiden Studienfreunde August Arnold und Robert Richter gründeten 1917 in München eine kleine filmtechnische Werkstatt und legten damit den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte.

Das erste Geld verdienten sie mit dem Verkauf von Kopiermaschinen. Kurz darauf entwickelten sie den ersten Spiegelfacetten-Scheinwerfer und die 'Kinarri 35', die erste Filmkamera aus dem Hause ARRI.

Zusammen mit Chefkonstrukteur Erich Kästner gelang 1937 die bahnbrechende Entwicklung der 'Arriflex 35' – die erste Spiegelreflex-Filmkamera der Welt. Durch sie war es für den Kameramann möglich, bei der Aufnahme genau den Bildausschnitt zu sehen, der später auch auf der Leinwand sichtbar wird (-->Parallaxe in der Fotografie).

Neben Filmkameras produzierten Arnold & Richter auch professionelle Lichttechnik. Scheinwerfer, die mit einer Fresnellinse ausgestattet sind, ermöglichen eine gleichmäßige, großflächige Ausleuchtung, die für Film- und Fernsehproduktionen oftmals erforderlich ist.
Bei Goldstein & Co. findet ihr einige dieser retrofuturistisch anmutenden Scheinwerfer 
aus den 40er und 50er Jahren.

Der ARRI Babyspot ist das kleinste Exemplar im Bunde:



Ein schöner unrestaurierter Riese ist dieser 5 kW Scheinwerfer, der sicherlich bald in überarbeiteter Form bei uns zu sehen ist:


Bei der Luxusvariante haben wir vor einiger Zeit das Aluminiumgehäuse sandgestrahlt und hochglanzpoliert: